Es gibt „nur“ 5 Sorten im Handel erhältliche Kerzen. Die wesentlichen Unterschiede sind die unterschiedlichen Temperaturen bei denen sie schmelzen.
Zunächst gibt es da die sogenannten Grabkerzen oder Grablichter. Die in den roten Kunststoffgefäßen, die gerne auf den Friedhof gestellt werden:
Durch Ihren hohen Öl-Anteil (meist Palmöl) haben sie einen sehr geringen Schmelzpunkt. Diese schmelzen bei sehr geringen Temperaturen, ca. 40 – 42 ° Celsius. Dadurch kann sind diese Kerzen sowohl für Anfänger, wie auch für Spiele mit großen Wachsmengen oder zum Tauchen sehr gut geeignet.
Von gleicher Beschaffenheit sind die im Handel verfügbaren SM-Kerzen:
Sie haben zwar die Form von „normalen“ Kerzen und sind meist auch durchgefärbt, haben jedoch fast identische Inhaltsstoffe zu den Grablichtern. Somit sind exzessiven Wachsspielen ohne Angst vor Verbrennungen möglich. Natürlich sind sie auch perfekt für alle, die es gerne etwas bunter mögen.
Dann gibt es die ganz normalen, handelsüblichen Haushaltskerzen:
Diese haben einen etwas höheren Schmelzpunkt von ca. 48 – 50 ° Celsius. Wie Ihr unschwer erkennen könnt, sind diese Kerzen einiges heißer als die oben genannten Grabkerzen. Dennoch ist diese Temperatur von nicht ganz so schmerzempfindlichen Personen durchaus „ertragbar“. Generell solltet Ihr bei Haushaltskerzen vorsichtshalber immer auf rein-weiße Kerzen ausweichen. Die üblicherweise erhältlichen bunten Kerzen sind meist mit einer farbigen Hülle ummantelt, deren Temperaturverhalten nie vorherzusehen ist.
Wenn Ihr dennoch nicht darauf verzichten möchtet, tastet Euch bei jedem Neukauf gaaaaaanz vorsichtig ran. Selten sind auch wirklich durchgefärbte Kerzen zu bekommen. Hier gilt das gleiche wie bei farblich ummanteltet. Manche sind wirklich sehr heiß, andere wieder gar nicht. Auch die Farben der Kerzen entwickeln je nach Hersteller teilweise sehr unterschiedliche Temperaturen. Und komischerweise hat das nicht unbedingt etwas mit der Farb-Helligkeit zu tun. Wir hatten mal welche, bei denen war die hellgrüne am heißesten.
Nun kommen wir zu den Teelichtern:
Die liegen in der Schmelztemperatur zwischen Grablichtern und Haushaltskerzen, bei ca. 44 – 46 ° Celsius. Aber hier sollte Dom etwas aufpassen, die Alu-Schalen der Teelichter werden gerne recht heiß *zwinker*.
Eine relativ schwer zu bekommende Kerzensorte ist die Stearinkerze:
Stearinkerzen werden wegen ihrer feinen Kristallstruktur und der natürlichen Weißtrübung oft im Kirchenbereich verwendet. Die Stearinkerze zeichnet sich aus durch ein ausgezeichnetes Brennverhalten mit einer hellen, ruhigen Flamme und einem angenehmen Geruch beim Abrennen. Außerdem entwickelt sie relativ viel flüssiges Wachs beim Abbrennen. Diese Kerzenart ist aber wirklich nur für Fortgeschrittene oder besonders schmerz-süchtige empfohlen. Sie hat einen Schmelzpunkt von 52 – 60 ° Celsius. Solltet Ihr Euch an eine solche Kerzenart heranwagen, dann bitte sehr vorsichtig aus großer Höhe beginnen.
Als letztes gibt es noch Bienenwachskerzen:
Solltet Ihr nicht auf Brandblasen stehen – lasst bitte die Finger davon. Bienenwachskerzen schmelzen bei ca. 63 Grad Celsius. Also definitiv zu hoch für Wachsspiele.
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