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Infusionen

Update vom 15.12.2008: Ich habe die Bemerkungen eines ganz lieben Users aus dem Joyclub eingeerbeitet.

Vorweg

Infusionen in den Hodensack, die Brust, die Schamlippen etc. sind ganz bestimmt keine übliche Spielart. Dennoch ist es verbreiteter als man denkt. Wenn Ihr es an Euch selbst praktiziert ist es Eure eigene Entscheidung. Möchtet Ihr diese Praktik allerdings innerhalb einer D/S-Beziehung an Eurem Partner durchführen, solltet Ihr ganz besonders Feingefühl beweisen.
Infusionen bergen ein nicht zu vernachlässigendes Risiko. Das solltet Ihr immer bedenken.
Dies ist auch der Grund dieses Beitrages. Wenn Ihr euch für dieses, doch sehr gewagte Spiel entscheidet, solltet Ihr die notwendigen anatomischen und hygienischen Hintergrundinformationen haben. Auch solltet Ihr die Auswirkungen dieser Praktik kennen.
Je nach Gewebeart und Infusionsmenge sind die Folgen zwischen einem und mehreren Tagen sichtbar und auch spürbar. Außerdem müsst Ihr vermutlich nach der Infusion recht häufig auf Toilette, da die Flüssigkeit vom Körper abgebaut wird uns irgendwie wieder raus möchte.

Absolute No-gos

Ihr dürft keines falls etwas anderes als sterile Kochsalzlösung verwenden. Es gibt zwar immer wieder Leute, die sich irgendwelche Lösungen selbst zusammen brauen oder bereits abgelaufene Lösungen verwenden.  Dazu zählt auch die Infusion von Glukoselösung. Die Risiken die dadurch entstehen sind im Vorfeld nicht abzusehen. Und niemand möchte, dass Ihr wegen einem Zuckerschock oder völliger Entwässerung Hilfe vom Notarzt benötigt.
Auch von Injektion von Kochsalzlösung durch Spritzen raten wir ab. Die Gefahr Luft und Keime zu injizieren ist einfach zu hoch.
Die Verwendung von unsterilem Material. Eure eigene Gesundheit sollte Euch die wenigen Cent Mehrkosten wert sein.
Aber bedenkt bitte immer, Ihr selbst führt die Infusion durch und seid damit ganz alleine für Euch und die eventuell daraus folgenden Infektionen oder Komplikationen verantwortlich.

Grundlegendes

Infusionen von Kochsalzlösung werden überwiegend in den Hodensack (nicht in die Hoden selbst!), die Brüste (bei Mann und Frau) und in die Schamlippen gemacht.  Die Mengen an Infusionslösung sind dabei sowohl vom Körperteil, als auch vom persönlichen Empfinden abhängig.

Hodensack

Beim Hodensack gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten, da der Hodensack aus zwei getrennten Kammern besteht.  Anfangs empfehlen wie die Infusion in nur eine Kammer. Führt Ihr die Infusion, wie generell zu empfehlen, im stehen aus, verteilt sich die Flüssigkeit gleichmäßig und lässt den gesamten Hodensack anschwellen. Dies geschieht dadurch, dass die zweite Kammer des Hodensacks durch die Füllung zusammengepresst wird.
Aus diesem Grund sollte eine Infusion in beide Kammern auch gleichzeitig stattfinden. Ansonsten werdet Ihr wohl kaum die zweite Kammer mit der Kanüle noch treffen.
Egal wie viel Flüssigkeit Ihr verabreicht und ob Ihr dies in eine oder beide Kammern tut, könnt Ihr davon ausgehen, dass die Flüssigkeit nicht im Hodensack bleibt. Sie breitet sich in den Bauchraum und auch in den Penis aus. Also wundert Euch nicht über einen „geschwollenen“ Penis am nächsten Tag, was Euch auch beim Sex behindern wird.
Die Flüssigkeitsmenge bei der Hodensack-Infusion sollte beim ersten Mal nicht über 500 ml liegen. Verwendet Ihr mehr, kann es zu Rissen in der Haut des Hodensacks kommen. Also steigert die Menge langsam.
Die Einstichstelle sollte möglichst weit in Richtung Penisansatz gewählt sein. Und achtet darauf, dass Ihr dort einstecht, wo keine Ader sichtbar ist und Ihr den Hoden nicht trefft.

Brust

Bei der Brustinfusion solltet Ihr darauf achten, dass Ihr keinesfalls eine zu hohe Durchlaufgeschwindigkeit wählt. Das Gewebe der Brust ist lange nicht so dehnbar wie das eines Hodensacks oder der Schamlippen. Auch die Menge ist hier entscheidend, da Ihr ansonsten Geweberissen wie Schwangerschaftsstreifen riskiert.
Das Gefühl nach der Infusion ist eine sehr gespannte Brust, fast so wie beim Abbinden.

Der Einstich erfolgt bei beiden Geschlechtern ca. 1-2 cm vom Brustansatz nach unten aus Richtung Brustbein (also Körpermitte). Bitte nicht von außen, als aus Richtung der Achselhöhlen einstechen, da dort relativ viele Lymphbahnen laufen. Wählt bitte einen relativ flachen Einstichwinkel, da Ihr ansonsten bei der weiblichen Brust Milchkanäle treffen könntet.
Die Mengen richten sich sehr nach der Ausgangsgröße der Brust.

Bei Männern, wie auch Frauen mit Körbchengröße A solltet Ihr mit 250 ml je Brust beginnen. Bei Körbchengröße C und größer könnt Ihr es bereits mit 500 ml je Brust wagen.

Generell gilt, je jünger die Person ist umso fester ist das Bindegewebe umso weniger Flüssigkeit kann infundiert werden.

Schamlippen

Schamlippeninfusionen bitte immer nur an den äußeren Schamlippen vornehmen. Die inneren sind einerseits zu klein, andererseits besteht hier eine große Gefahr wichtige Nerven zu verletzen. Die Schamlippen können erstaunlich viel Flüssigkeit aufnehmen.  Die Menge liegt meist bei 200 – 300 ml je Schamlippe.

Die Einstichstelle sollte in Richtung Schambein liegen und in einem recht flachen Winkel zum After zu verlaufen.
Achtet aber unbedingt darauf, den Kitzler und dessen Vorhaut keinesfalls zu erwischen. Die möglichen Nervenschädigungen möchtet Ihr bestimmt nicht in Kauf nehmen.

Was braucht Ihr für eine Infusion

Desinfektionsmittel oder Alkoholtupfer zur Desinfektion rund um die Einstichstelle. Seid hier bitte lieber etwas zu großzügig.

Sterile Handschuhe oder zumindest sonstige Untersuchungshandschuhe. Bitte niemals die sterilen Gegenstände mit bloßer Haut anfassen. Damit macht Ihr jegliche Keimfreiheit sofort zu Nichte.

Sterile, isotonische Kochsalzlösung, 500 ml oder 1000 ml. Und etwas, woran Ihr die Flasche aufhängen könnt. Sie sollte mindestens 50 cm über der Einstichstelle hängen.

Sterile Infusionskanülen, sogenannte Butterfly-Nadeln. Diese Kanülen haben einen Schlauchansatz, den Ihr später mit dem eigentlichen Infusionsschlauch verbindet.

Einen Infusionsschlauch, auch Infusionsbesteck genannt. Um die Flüssigkeit von der Flasche in die Kanüle zu transportieren. Dieser Schlauch hat eine Durchflussregulierung mittels einer Drehschraube.

Pflaster und eine Schere zum Befestigen der Kanüle in der Haut.

Und nicht zuletzt einen sogenannten Abwurfbehälter. Darin entsorgt Ihr die benutzten Kanülen. Ihr wollt sicher nicht, dass Euer Nachbar, wenn er seinen Müll in die Tonne bringt, plötzlich Eure Kanüle in der Hand stecken hat…..

Am besten nehmt Ihr gleich ein Infusions-Set, da habt Ihr alles zusammen.

Alle notwendigen Utensilien findet Ihr hier.

Wie geht Ihr nun vor

Zunächst solltet Ihr Euch Zeit nehmen. Für die Infusion von 500 ml Flüssigkeit solltet Ihr 1 bis zwei Stunden einrechnen. Dass Ihr Euch vor Beginn des Ganzen nochmal gründlich wascht und rasiert, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Macht das Ganze am besten in einem warmen Raum. Über die zeit hinweg wird es sonst unangenehm. Achtet auch darauf, dass die Infusionslösung Raumtemperatur hat. Aber erwärmt sie bitte nicht zu sehr und schon gar nicht in der Mikrowelle.

Legt alle benötigten Utensilien bereit. Und wenn Ihr alleine seid, bitte auch ein Telefon für Notfälle.

Zieht unmittelbar, bevor Ihr loslegt die sterilen Handschuhe an. Und raucht jetzt bitte nicht erst noch mit den Handschuhen eine Zigarette oder esst ein Stück Kuchen *zwinker*.

Als erstes Desinfiziert Ihr die Einstichstelle mit den Alkoholtupfern oder reichlich Desinfektionsmittel. Erstmal kurz Wischdesinfizieren und anschließend nochmal Desinfektionsmittel aufsprühen und die Einwirkdauer beachten (meist ca. 30 Sekunden). Das Mittel benötigt Zeit, bis alle Keime abgetötet sind. Beim ersten Mal sollen Partikel entfernt werden - denn desinfizierter Dreck wäre immer noch Dreck ;-)).

In der Zwischenzeit packt Ihr das Infusionsbesteck (der einzelne Schlauch mit dem Rad)aus, haltet es so, dass das Ende mit dem Dorn nach oben zeigt und dreht das Rad, welches den Durchfluss reguliert ganz nach unten. Damit ist die Leitung geschlossen.  Nehmt die Infusionsflasche und zieht das Siegel am Boden der Flasche ab. Steckt den Dorn am Ende des Schlauches in die Membran der Infusionsflasche und hängt alles an die vorbereitete Aufhängevorrichtung.

Als nächstes müsst Ihr den Infusionsschlauch entlüften. Dieser Schritt ist wirklich wichtig. Dazu öffnet Ihr die Kappe, die sich ganz am oberen Ende (zur Flasche zu) des Schlauches und drückt den Tropfbehälter (die Ausbeulung am Schlauch) einmal leicht zusammen. Wenn sich der Behälter gefüllt hat schließt Ihr die Kappe wieder und  dreht langsam am Duchfluss-Rädchen nach oben.  Wenn sich der gesamte Schlauch nun mit Flüssigkeit gefüllt hat, könnt Ihr die Infusion anschließen. Dazu setzt Ihr den Anschluss am Ende des Schlauches auf das Ende des Schlauches an der Kanüle und dreht beide leicht gegeneinander.

Nun beginnt Ihr die Kanüle zu legen. Fasst sie an den Flügeln an und stecht sie an der entsprechenden Stelle ein. Schiebt sie bitte bis zum Anschlag rein. Befestigt sie nun mit dem Pflaster, nicht dass sie während der Infusion rausrutscht. Ihr dürft sie nämlich nur ein einziges Mal verwenden, ansonsten geht Ihr ein enormes Infektionsrisiko ein. Achtet dabei bitte auf Blutgefäße, die sich in der Nähe der Einstichstelle befinden. Blutgefäße sind entweder die bläulichen Linien unter der Haut oder als "federnde Schläuche" unter der Haut tastbar - und wo's pulsieren sollte, viel Abstand halten...

Nun beginnt die Infusion zu laufen. Zu Beginn der Infusion spürt Ihr meist ein leichtes Brennen, welches meist in ein Kribbeln übergeht.

Ihr könnt jetzt die Durchflussmenge mit dem Rädchen verändern.
Nach unten = weniger
Nach oben = mehr

Bitte lasst nicht zu viel Flüssigkeit auf einmal infundieren. Am besten Ihr regelt die Durchflussmenge in der Mitte, sonst kann es zu Stauungen oder Geweberissen kommen.

Ist die Menge erreicht, die Ihr Euch verabreichen wollt, dreht Ihr das Rächen ganz nach unten, nehmt das Pflaster über der Kanüle ab und zieht sie langsam heraus. Verschließt die Einstichstelle mit einem Pflaster und entsorgt die Kanüle in den Abwurfbehälter. Wundert Euch aber nicht, dass über die nächste Zeit evtl. Kochsalzlösung aus der Einstichstelle austritt.

Die angebrochene Flasche Kochsalzlösung, wie auch das Infusionsbesteck (den Schlauchadapter) müsst Ihr ebenfalls entsorgen. Durch den Einstich in die Membran der Flasche können ab sofort Keime in die Flüssigkeit gelangen. Also unbedingt für das nächste Mal eine neue, sterile besorgen.

Für gleichzeitige beidseitige Infusionen stecht Ihr einfach zwei der Infusionsbestecke nebeneinander in die Membran der Flasche und geht analog der Anleitung vor.

 

Kommentare

Auch wenn Infsuion nicht

Auch wenn Infsuion nicht gerade zu meinen Favoriten zählt, gelesen habe ich trotzdem.
Ich finde ihr habt sehr ausführlich die Risiken und auch die Besonderheiten der verschiedenen Körperteile beschrieben. Das Infusionen in Brüste und Schamlippen praktiziert werden war mir völlig neu.
Micha aus dem JC

Infusion Brust

"Der Einstich erfolgt bei beiden Geschlechtern ca. 1-2 cm vom Brustansatz nach unten aus Richtung Brustbein (also Körpermitte)"
So ganz verstehe ich diesen Satz nicht. Verstehe ich das Richtig, dass man "quasi" auf Höhe des Schlüsselbeines etwas tiefer den Einstich setzt? Oder eher auf höhe meiner Brustwarze?
Gruß

Anleitung

Gratulation ‹(•¿•)›
Endlich mal eine Anleitung die an alles gedacht hat und auch so das sie jeder verstehen kann!
Macht weiter so
Es Grüßt Euch Thomas

Infusionen

Fabric type and volume infusion are the consequences of one to several days and also visibly noticeable. So in my view this is quite informative and supportive stuff. Especially i can continue my research work in mcts and this will be great for me in future.

Super Klasse

selten eine so beispielhafte Anleitung gelesen.

Infusionen

Good post, i like your website.
bilety

Wäre cleverer,

...die sterilen Handschuhe erst anzuziehen, wenn alles ausgepackt ist und bereit liegt. Macht keinen Sinn, die "schmutzigen" Verpackungen mit sterilen Handschuhen aufzureißen ;-)